Friedenskirche

Aus den wenigen Häusern, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Folge des Baus der Eisenbahnlinie und der Industrialisierung den Ortsteil Amstetten-Bahnhof bildeten, ist bis heute eine stattliche Siedlung geworden. Der sprunghafte Bevölkerungszuwachs hatte schon nach dem Ersten Weltkrieg begonnen und sich nach dem Zweiten Weltkrieg massiv fortgesetzt. Mit dem Bau der Friedenskirche ist ein jahrzehntealter Wunsch der Gemeindemitglieder in Erfüllung gegangen.

 

Die Kirche wurde nach den Plänen des Architekten Hans Krell aus Ellwangen gebaut. Am 22. Mai 1966 erhielt sie ihre feierliche Weihe. Der Name „Friedenskirche“ versteht sich in der Erinnerung an die Kriege der Vergangenheit bewusst als ein Programm.  Ein sechseckiges Raumgebilde mit einem zeltartigen, frei tragenden Dachstuhl schafft ein zentral geformtes Ambiente mit dem Altar in der Mitte, flankiert von Taufstein und Kanzel, um damit im Gottesdienst der Sammlung der Gemeinde zu dienen. Für das gesamte Kirchenbauwerk fanden ausschließlich natürliche Baustoffe Verwendung. In schlichter Schönheit steht die Kirche über dem Tal und gibt dem noch jungen Ortsteil ein markantes Gesicht.

 

Im Inneren bildet ein Zyklus prächtiger Glasfenster einen besonderen Schmuck. Wie Gott Frieden stiftet, ist das Thema der sieben farbigen Glasbilder, entworfen und gefertigt von Adolf Saile, Stuttgart.

 

Die Orgel mit 10 Registern auf zwei Manualen und Pedal baute 1977 die Firma Link in Giengen an der Brenz. Der Turm beherbergt fünf Glocken. Sie wurden 1964 in der Glockengießerei Gebrüder Rincker in Sinn/Dillkreis bei Wetzlar/Hessen gegossen. Ihre Schlagtonlinie (a – c‘ – d‘ – e‘ – g‘) bildet eine pentatonische Reihe.

 

In direktem Anschluss an die Friedenskirche entstand der zweigeschossige Anbau eines Gemeindehauses mit Saal und Begegnungsräumen für Jung und Alt. Die Pläne entwarf Architekt Prof. Andreas Marchtaler, Geislingen. Am 27. Juni 2004 erhielt das vortrefflich gelungene Projekt seine Weihe. Auch damit erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch der Kirchengemeinde.