Stress lass nach – aber wie?

Praktische Empfehlungen zur Stressbewältigung

Helga Tonnier vom Frauentreff-Team der Evangelischen Kirche Amstetten hatte zu diesem aktuellen Thema als Referentin Renate Wittlinger aus Beimerstetten nach Amstetten eingeladen.

Der Gemeinderaum der Friedenskirche war an diesem Morgen besonders gut gefüllt, da zu den üblichen Besuchern des Frauentreffs einmal mehr die Amstetter Landfrauen begrüßt werden konnten. Zu Beginn wartete auf die Gäste ein reichhaltiges Frühstücksbuffet.

Im Anschluss übergab Helga Tonnier dann der Referentin des Vormittags das Wort. Renate Wittlinger, die verheiratet und Mutter von vier Kindern ist, stellte sich und ihre diversen Tätigkeiten in wenigen Sätzen vor. Angestellt ist sie seit sieben Jahren beim Evangelischen Bauernwerk, nebenbei übernimmt sie Aufgaben als Prädikantin in der evangelischen Kirche und ist auch Mitglied in der Landessynode.

Was ist Stress? – und wie können wir ihn bewältigen?, so begann Wittlinger ihren Vortrag.

Anhand des Wortes STRESS buchstabierte sie die Bedeutungen wie S = schneller, höher, weiter – wie in einem Hamsterrad. So steigen die Anforderungen in Beruf, Familie und Freizeit ständig. Die natürlichen Reaktionen seien Flucht oder Kampf, was aber in einem Hamsterrad nicht möglich ist, woraus dann oft chronischer Stress folge, so Wittlinger.

Als weitere Stressfaktoren beschrieb die Referentin Termindruck, Reizüberflutung, begrenzte (Lebens-) Energie, das soziale Umfeld und Sorgen.

Die Lösung sieht Wittlinger nicht in der Work-Life-Balance. Arbeit und Leben sollen keine Gegensätze sein. Arbeit darf nicht als Strafe verstanden werden.

Die Referentin empfiehlt als praktische Stressbewältigung den Ausgleich zwischen Arbeit, Haushalt, Hobby, Ehrenamt, Sport und Gesundheitsvorsorge sowie Zeit um zur Ruhe zu kommen.

Ein Ausweg sei auch das Prinzip 6 zu 1: Wobei nach ca. 6 Stunden Arbeit und Anspannung

1 Stunde Ruhe und Entspannung folgen soll. Unangenehme Aufgaben nicht vor sich herschieben, sondern gleich erledigen. Überall perfekt sein zu wollen, verursacht ebenfalls Stress. Alarmsignale des Körpers sollen beachtet werden. Und mit Blick auf die Geschichte in der Bibel mit Maria und Martha riet Renate Wittlinger: Wie es Martha-Zeiten (Arbeit und Sorge) gibt, sind auch Maria-Zeiten (Ruhe und Auszeit) sehr wichtig. Wir brauchen Orte der Geborgenheit. Hektik, Stress und Ruhelosigkeit führen zu Burnout. Die Referentin rät zu Besinnung, Beziehung, Bewegung. Die Beziehung zu Gott und den Menschen müsse stimmen. Sie schlägt vor, aus allem ein Gebet zu machen. Zum Abschluss ihrer Ausführungen spricht sie den Zuhörern Mut zur Veränderung zu: Ändert, was nicht gut ist!

Mit einem Frühlingsgruß bedankte sich Helga Tonnier für die interessanten Ausführungen.

 

 

Doris Urnauer

Evangelische Kirchengemeinde Amstetten

Frauentreff