WASSER FÜR SAMBOCHO

Partnerschaftsprojekt der Kirchengemeinde Amstetten mit CMI Kenya erfolgreich abgeschlossen

Das Wasserprojekt in Sambocho / Westkenia konnte in Zusammenarbeit mit dem kenianischen Verein „CMI Kenya“ umgesetzt werden.

Die Planung des Projekts nahm viel Zeit und Geduld in Anspruch. Zum einen gab es den technischen Aspekt, auf welchem Weg das Wasser nun am besten in das afrikanische Dorf geleitet wird. Über eine kurze Strecke mit Hilfe einer Pumpe, oder besser die lange Strecke den Berg hinunter im freien Fluss? Instandhaltung, Finanzierung und nicht zuletzt dorfpolitische Aspekte mussten in Betracht gezogen werden, um eine gute Lösung zu finden. Viele Parteien waren in dem Entwicklungsprozess beteiligt: die zuständigen Behörden, Lokalpolitiker, Dorfbewohner, Anlieger, Sabine & Patrick Museve mit ihren Mitarbeitern von CMI Kenya, die Kirchengemeinde Amstetten und nicht zuletzt „Brot für die Welt“, die das Projekt mit einer großzügigen Summe förderten.

Leider hielten sich nicht alle Parteien an ihre Zusagen. Der zuständige Landkreis in Kenia gab keinen finanziellen Zuschuss für das Projekt. Die Dorfgemeinschaft, die sich bei den Grabungsarbeiten beteiligen sollte, wollte am Ende des Tages für ihre Arbeit bezahlt werden. Es hätte eigentlich Eigenleistung sein sollen. So mancher Anlieger stellte sich noch beim Verlegen der Leitungen quer, weil er nun doch nicht wollte, dass die Leitung durch sein Grundstück verläuft. Es brauchte viel Geduld, Besonnenheit und einen Einblick in die Geschichte des Dorfes, um die Beweggründe der Menschen zu verstehen und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Zu oft hatte man in der Vergangenheit Projekte in Angriff genommen, die dann nicht zustande kamen, weil man sich entweder nicht einigen konnte, oder Fördergelder von Privatpersonen eingesteckt wurden. Die Menschen hatten keinen Glauben, dass das Projekt tatsächlich zustande kommen wird. 

Die Partnerschaft der Kirchengemeinde Amstetten mit CMI Kenya bewieß sich als tragendes Fundament, auf dessen Boden dieses Projekt gelingen durfte. Die finanziellen Gaben, die Unterstützung in der Fürbitte und nicht zuletzt die Gnade Gottes ermöglichten Entwicklung und Fortschritt im Dorf.

Als das erste Wasser aus dem Hahn am Dorfplatz strömte, schauten viele ganz ungläubig. So etwas hatten sie noch nie gesehen. Andere riefen Freunde und Verwandte per Handy an und sagten die gute Neuigkeit weiter: Wir haben fließendes Wasser in Sambocho! Und der Chief (Dorfvorsteher) konnte seine Rührung nicht verbergen. Still und mit Tränen in den Augen nahm er den Schlauch und füllte die Kanister der Frauen und Kinder, die bereits in einer langen Schlange neben dem Hahn standen.

Nun müssen die Leute buchstäblich lernen, Verantwortung für das Wasserprojekt zu übernehmen. Es gibt einen Ausschuss im Dorf, der dem Wasserprojekt vorsteht und für das Erheben und Verwalten von Nutzergebühren verantwortlich ist. Nicht jeder zeigt sich da einsichtig, dass er für Wasser etwas zahlen soll. CMI Kenya betreibt im Dorf Sambocho ein Gesundheitszentrum und arbeitet weiterhin mit den Dorfbewohnern zusammen, um die Wasserversorgung des Dorfes, der Schule und des Sambocho Health Centres sicher zu stellen.

Ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten für Ihren Beitrag zum Wasserprojekt in Sambocho!